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[Briefkopf]

Sehr geehrter Herr Schneider,

der Deutsche Bundestag hat Ihre Petition beraten und am 11.12.2003 beschlossen:

Das Petitionsverfahren abzuschlieen.

Danke, danke ...


Er folgt damit der Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses (BT-Drucksache
15/2178), dessen Begrndung beigefgt ist.

Mit dem Beschluss des Deutschen Bundestages ist das Petitionsverfahren beendet.

Mit freundlichen Gren,

[Unterschrift]

Marita Sehn

Anlage:        - 1 -

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Beschlussempfehlung

Das Petitionsverfahren abzuschlieen.

Begrndung

Der Petent fordert, dass die in der Prambel des Grundgesetzes (Grundgesetz=) ent-
haltene Formulierung "Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Men-
schen, ..." gestrichen wird.

Nein, ich fordere "Gott und" zu streichen.

Zur Begrndung fhrt er im Wesentlichen an, dass dies nicht nur irrefhrend, son-
dern z. B. fr Atheisten geradezu provozierend und beleidigend sei. Zu den Einzelheiten
wird auf das Schreiben des Petenten verwiesen.

Stimmt, sehe ich immernoch so..

Das Ergebnis der parlamentarischen Prfung lsst sich wie folgt zusammenfassen:

Die in der Prambel enthaltene Wendung "Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor
Gott und den Menschen, ..." soll ein ethisches Fundament von absoluter Tragfhig-
keit bieten. Es wird damit zum Ausdruck gebracht, dass sich der Verfassungsgeber
nicht als Trger absoluter Volkssouvernitt betrachtet. Der Staat soll begrenzt sein
und nicht ber alles verfgen drfen.

Tss tss, grade in Bezug auf Herrn Schilys Anti-Terror-Paket ist das doch etwas zynisch, oder? Naja, versuchen kann man es ja ...

Der Gottesbezug stellt auch eine klare Absage an alle totalitren Staatsmodelle dar
und betont - entstehungsgeschichtlich betrachtet - die Distanz zum nationalsozia-
listischen Regime.

... besonders der NSDAP-Nachfolgeparteien C...*ups*, D...*ups*, S...*ups*, U... Union. Jetzt sind mir doch die Buchstaben fr christlich, demokratisch und sozial runtergefallen. Naja, haben die eh nicht mehr verdient.

Auerdem ist mit der Formel weder eine Verpflichtung auf das Christentum oder auf
einen persnlichen Gott verbunden, noch wird die Bundesrepublik Deutschland als
christlicher Staat charakterisiert. Vielmehr beruft sich der Verfassungsgeber auf die in

Aha, fragen wir doch einmal ein paar CDU/CSU-Abgeordnete, was die dazu meinen (siehe dazu hier). Es wird zumindest die Verpflichtung auf einen (i.e. monotheistische Religion) Gott genannt. Zudem heit es nicht etwa "vor den Menschen und Gott", sondern "vor Gott und den Menschen".
[nchste Seite]

Deutschland vorherrschenden allgemeinen moralischen und kulturellen Werte. Aus-
drcklich hervorgehoben wird die Verantwortung vor allen Menschen - unabhngig
von ihren Weltanschauungen.

Hervorgehoben wird die Stellung eines "Gottes" ... oder schreiben Sie etwa "Sehr geehrte Herren und Damen" um die Stellung der Damen hervorzuheben?

Auf Grund dieser Ausfhrungen empfiehlt der Petitionsausschuss das Petitionsver-
fahren abzuschlieen, da dem Anliegen des Petenten nicht entsprochen werden kann.

... weil es in Deutschland eben keine Trennung von Kirche und Staat gibt, wie immer vorgegeben wird, geschweige denn laizistische Verhltnisse (was wiederum auch nicht vorgegeben wird). Vielleicht sollten sich die Seppl von der CDU/CSU mal ihre ersten beiden Buchstaben wieder zu Herzen nehmen. Das Durchlesen der Bibel und insbesondere des NT, auf welches sich "das Christentum" (also Armenier, Orthodoxe, Katholiken, Protestanten ... plus jede Menge anderer Splittergruppen) ja bezieht knnte da entsprechende Nachhilfe leisten. Im brigen habe ich (vermutlich im Gegensatz zu den meisten o.g. Seppls) nicht nur "das Buch der Bcher" gelesen, sondern informiere mich auch ber andere Religionen. Es gibt auch polytheistische Religionen in der Welt. Fr die Seppl von der CDU/CSU: das sind Religionen mit mehr als einem "Gott". Nicht umsonst existiert in der deutschen Sprache das Wort "Gott" auch in einer Mehrzahlform.
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